EHI-Studie: Digitale Werbung überholt Print im Handel

von I. Melaschuk (Kommentare: 0)

EHI Trendkurve Kommunikationsströme
Bild: EHI Retail Institute

Das EHI Retail Institut, Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel befragte im Rahmen der Studie „EHI Marketingmonitor Handel 2016-2019“ Marketing-Führungskräfte von 51 deutschen Handelsunternehmen.

Printwerbung wird überholt

Mit einem Budgetanteil von 52 Prozent würde demnach die additive Werbung erstmals die Printwerbung überholen. Zur additiven Werbung gehören Online-Marketing, POS-Marketing, Direktmarketing und CRM, TV, Plakatwerbung und Radio.

Bei der additiven Werbung werden im Bereich Online-Marketing mit 14 Prozent die höchsten Ausgaben getätigt. Innerhalb der Ausgaben für Online-Marketing ist das Suchmaschinenmarketing (SEM/SEO) mit knapp 28 Prozent der größte Posten, gefolgt von digitalem Direktmarketing (eCRM) mit knapp 21 Prozent und Social Media-Marketing mit fast 17 Prozent.

Entwicklungen bei Print uneinheitlich

Im Printbereich ist die Anzeige der große Verlierer, hier liegt der Anteil an den gesamten Brutto-Werbeaufwendungen aktuell nur noch bei knapp 6 Prozent. Das bedeutet ein deutliches Minus von mehr als 50 Prozent im Vergleich zu 2012 (13,6 Prozent).

Hingegen behauptet sich der Prospekt als wichtigster Bestandteil in den Mediaplänen und macht mit 33 Prozent den größten Anteil der Bruttowerbeaufwendungen aus, dennoch prognostizieren die Marketingchefs mittelfristig Budgetrückgänge von knapp 9 Prozent.

Exklusive Kundenmagazine sind gefragt

Mit einem Budgetanteil von fast 10 Prozent sind Kataloge und Kundenmagazine ein fester Bestandteil im Mediamix und zeigen einen Trend zu qualitativ hochwertiger Werbung auf. Besonders das Kundenmagazin, das über exklusive Inhalte, Editorials und Trendthemen für eine Förderung der Kundenbindung sorgt, etabliert sich zunehmend als starkes Werbemedium im Handel.

Quelle: EHI Retail Institute GmbH

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