Hier werden Markt-Berichte über Trends , Prognosen und Ergebnisse von Studien zusammengefasst.
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Die Digitale Wirtschaft in Zahlen von 2008 bis 2012 | So steigern Online-Händler ihren Umsatz | Netzgesellschaft | Umfrage zur Zukunft der Druck- und Medienbranche | Das E-Book in Deutschland | Soziale Netzwerke | Lesestudie
Größtes Wachstum für Medienvorstufe, Online-Marketing und Web-to-Print
In der Studie „Die digitale Wirtschaft in Zahlen von 2008 bis 2012“ wurden die wirtschaftlichen Entwicklungen untersucht. Die digitale Wirtschaft wird von den Autoren als Branche definiert, die alle Wirtschaftszweige umfasst, in denen zur Umsetzung von Geschäftsprozessen eine IP-Adresse genutzt wird.
Im Marktsegment Applikationen und Services ist das jährliche Wachstum am höchsten in den Bereichen:
- Digitale Medienvorstufe mit 23,4 Prozent
- Online-Marketing mit 18,6 Prozent
- Web-to-Print mit ca. 17 Prozent
Im Marktsegment Endbenutzer-Interaktion ist das jährliche Wachstum am höchsten in diesen Bereichen:
- iPad-Apps mit 260 Prozent
- E-Books mit 257 Prozent
- Smartphone-Apps mit ca. 87 Prozent
Die Anteile einzelner Marktsegmente am Gesamtumsatz der digitalen Wirtschaft betrugen für das Jahr 2010:
- Web-to-Print 0,4 Prozent
- Online-Marketing 5 Prozent
- Software und Web-Applikationen 7 Prozent
- IT-Outsourcing und Cloud-Computing 18 Prozent
(Angaben sind gerundet).
Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und das Rhein-Ruhr Institut für angewandte Systeminnovation (RIAS)
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Bildquelle: BVDW und RIAS
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Fachbegriffe: Web-to-Print, E-Book-Reader, iPad, Tablet-PC, Smartphone, Cloud Computing
SEO am wichtigsten für Online-Händler
Die Suchmaschinen-Optimierung (SEO, engl. Search Engine Optimization) und das Suchmaschinen-Marketing (SEA, engl. Search Engine Advertizing) sind für Online-Händler die am häufigsten eingesetzten Maßnahmen, um ihr Webangebot bekannt zu machen. Dies sind Ergebnisse einer Studie „So steigern Online-Händler ihren Umsatz“, für die 700 Teilnehmer befragt wurden.
- Für Online-Händler bieten Suchmaschinen-Optimierung und Suchmaschinen-Marketing die beste Kosten-/Nutzen-Relation.
- 18 Prozent der Händler unternehmen nichts, um für ihr Online-Angebot zu werben oder die Kundenbindung zu verstärken.
- Die höchsten Wachstumsraten sind beim Newsletter-Versand und bei Aktivitäten in sozialen Netzwerden festzustellen.
Quelle: ibi research 2011: So steigern Online-Händler ihren Umsatz – Fakten aus dem deutschen Online-Handel (www.ecommerce-leitfaden.de)
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Bildquelle: ibi research 2011, siehe oben
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Fachbegriffe: E-Business
Lesen auf dem Tablet-PC ist vorteilhafter als auf Papier
Die Lesestudie der Uni Mainz „Unterschiedliche Lesegeräte, unterschiedliches Lesen“ untersuchte die Unterschiede zwischen den Leseoberflächen Papier, E-Book-Reader (Kindle 3 von Amazon) und Tablet-PC (iPad von Apple). Sowohl wissenschaftliche Methoden wie das Eye Tracking (Messen der Augenbewegungen) und die Elektroenzephalografie (EEG, Messen der Hirnaktivität) als auch subjektive Eindrücke waren Basis der Studie. Untersucht wurden bei den Experimenten 20 jüngere Erwachsene (Durchschnittsalter 26 Jahre) und 10 ältere Erwachsene (Durchschnittsalter 64 Jahre).
Aus den Ergebnissen:
- Beim Lesen auf dem Tablet-PC wird ein geringerer Aufwand für das Verarbeiten neuer Informationen benötigt – im Vergleich zum Lesen auf Papier und dem E-Book-Reader. Das Alter spielt dabei keine Rolle.
- Ältere Erwachsene können beim Lesen auf dem Tablet-PC Informationen schneller aufnehmen als beim Lesen auf Papier oder dem E-Book-Reader. Bei den jüngeren Probanden gibt es keine Unterschiede zwischen den Leseformen.
- Als angenehmste Leseoberfläche galt bei allen Teilnehmern das Papier. Die bessere Lesbarkeit auf dem Tablet-PC wurde jedoch von den Senioren auch subjektiv höher eingeschätzt.
Interessant war bei den Ergebnissen dieser Studie der Unterschied zwischen objektiv messbaren Vorteilen vor allem für Ältere beim Lesen mit dem Tablet-PC und der subjektiven Einschätzung, dass das Papier als Leseform am besten bewertet wurde.
Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
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Fachbegriffe: Tablet-PC, E-Book-Reader, ePub
Web-to-Print und Digitaldruck sind die Zukunft der Druck- und Medienbranche
Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage von 276 Unternehmen der Druck- und Medienindustrie wurde nach der Marktlage und den künftigen Strategien gefragt. Aus den Ergebnissen, die 2011 veröffentlicht wurden:
- Nur jeder zweite Druckdienstleister sieht seine Auftragslage als gut an.
- Der Bogen- als auch der Rollenoffsetdruck werden von über 30 Prozent der Befragten als tendenziell rückläufig angesehen.
- Rund 84 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sehen im Digitaldruck die größten Marktchancen, gefolgt vom Bereich Web-to-Print, dem 71 Prozent der Befragten Wachstumspotenzial zusprechen.
Quelle: Medienversicherung a. G. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Drucker und der Cobus Marktforschung
Ergebnis der Branchenumfrage
Bildquelle: Medienversicherung a. G.
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Fachbegriffe: Web-to-Print
Deutsche lesen lieber gedruckte Bücher statt E-Books
Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat Anfang 2011 eine breit angelegte Studie zu E-Books vorgelegt, die in Kooperation mit GfK Panel Services durchgeführt wurde. Der Titel lautet: „Umbruch auf dem Buchmarkt? Das E-Book in Deutschland“. Demnach sei die Buchbranche von der fortschreitenden Digitalisierung des Buchmarkts überzeugt, auch wenn Leser in Deutschland gedruckte Bücher den digitalen immer noch vorziehen würden. Verlage und Buchhandel würden in den kommenden Jahren mit erheblichen Umsatzsteigerungen rechnen und deshalb weiter in die Digitalisierung investieren.
- Über 80 Prozent der Deutschen lesen Bücher derzeit in gedruckter Form.
- 35 Prozent aller Verlage haben E-Books bereits im Angebot, den größten Anteil stellen dabei die Fachbücher. Der Anteil von E-Books am Verlagsprogramm beträgt bei kleinen Verlagen 28 Prozent, bei großen Verlagen 67 Prozent.
- Bei den Buchhandlungen sind vor allem die kleinen und mittleren Geschäfte zurückhaltend.
- Der Anteil von E-Books am Verlagsumsatz betrug 2010 rund 5 Prozent, die Prognose für 2015 liegt bei ca. 16 Prozent.
Quelle: Börsenverein des deutschen Buchhandels e. V.
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Bildquelle: Börsenverein des deutschen Buchhandels e. V.
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Fachbegriffe: E-Book-Reader, ePub
Fast 100 Prozent der Deutschen unter 30 sind im Netz aktiv
Für die Studie „Netzgesellschaft“ wurden 2011 rund 1.000 Personen befragt. Zu den Ergebnissen zählen diese Erkenntnisse:
- 72 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren nutzen das Internet, bei den unter 30-jährigen sind es nahezu 100 Prozent.
- 85 Prozent der Internet-Nutzer haben in Online-Shops bereits eingekauft; besonders gefragt sind Eintrittskarten für Theater, Konzerte und andere Veranstaltungen.
- Laptops, Tablet-PCs oder PDAs (Personal Digital Assistent) werden von 24 Prozent für den Netzzugang verwendet.
- Durchschnittlich sind Internetnutzer zwei Stunden im Netz, Männer länger als Frauen.
- Zur negativen Seite zählt, dass immerhin drei von zehn Nutzern schlechte Erfahrungen im sozialen Bereich gemacht haben – in Form von Belästigungen oder dem Verbreiten von Unwahrheiten.
Quelle: Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM)
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Fachbegriffe: Internet, Tablet-PC
Facebook führt unter den sozialen Netzwerken
Für die Studie zum Thema „Soziale Netzwerke in Deutschland“ wurde 2011 eine repräsentative Umfrage vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt. Die Befragung von 1.001 deutschsprachigen Internetnutzern ab 14 Jahren ergab:
- 73 Prozent der Internetnutzer sind aktives Mitglied in mindestens einem sozialen Netzwerk, bei den unter 30-jährigen sind es 94 Prozent.
- 47 Prozent der Internetnutzer sind Mitglied bei Facebook, gefolgt von wer-kennt-wen (18 Prozent) und Stayfriends (17 Prozent).
- Der Anteil der angemeldeten Nutzer erreicht bei der auf Geschäftskontakte ausgerichteten Plattform Xing 9 Prozent, Twitter 7 Prozent.
Quelle: Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM)
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